Ist der Bürgerfunk noch zu retten?

09.01.07, 18:34:29 by buergerfunk-duisburg

"Reform des Landesmediengesetzes - Neuordnung von Lokal- und Bürgerfunk", am 9. Januar fand dazu eine Pressekonferenz im Landtag NRW statt. Die medienpolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen CDU und FDP stellen die erste Novelle zur Änderung des Landesmediengesetzes vor, die die Fraktionen am selben Tage verabschiedet hatten. Wir sprachen mit Michael Brinkmeier und Ralf Witzel. (11:48)
(Nachtrag: Das neue Landesmediengesetz NRW wurde am 25.05.07 -wie befürchtet- verabschiedet.)

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  1. Jürgen Knorr sagt:

    Lieber Jürgen, das war ja wohl veräppeln auf der gesamten Linie. Die haben doch schon alles beschlossen und haben es so in der Presse dargestellt" Der Bürgerfunk in NRW wird zurückgefahren" so stands in der NRZ, wie eine unumstössliche Tatsache.
    Die brauchen offensichtlich gar keine parlamentariscche Wege einhalten. Die ganze Sprache allein ist verräterisch.
    Wer hat Die eigentlich gewählt? Wir das Volk oder die Verleger? Oder sind die nur dafür gewählt worden zum Wohl der Verleger und Radio NRW zu agieren?
    Es wäre m.E. auch mal interessant gewesen zu hören, wo denn die Schulen ihre Sendungen produzieren werden und wer den Schülern denn die Kompetenz vermittelt wenn die Radiowerkstätten wegen fehlender Förderung schliessen!

  2. Volker Jordan sagt:

    Lieber Jürgen, vielen Dank, von Seiten der Radio Runde Hamm, für dieses Interview. Wer zwischen den Zeilen hören kann, der weiß, dass ein Überleben des Bürgerfunks in NRW nur noch möglich ist, wenn eine Verfassungsklage gegen das (dann) novellierte Landesmediengesetz angestrebt wird.
    Der Bürgerfunk wird zum Bittsteller werden, um seine Grundfinanzierung zu sichern!
    Gute Sendung bedürfen der Qualität! Da sind wir uns wohl einig.
    Qualität kostet, da dürften wir wohl auch übereinstimmen.
    Diese Kosten im Ehrenamt zu stemmen, wird zur Quadratur des Kreises werden. Ich kenne keinen, dem dies schon mal gelungen ist. Ein Bürgerfunk, der sich ausschließlich auf Projektgelder stützt (hoffen darf) und von Spenden/Sponsorengeldern abhängig ist, ist ein Bürgerfunk in der Sackgasse. Und in einer Sackgasse geht es bekanntlich nicht weiter nach vorn. Wendemöglichkeiten erkenne ich nicht! Und ich will nicht abhängig sein!

    Dies ist im Übrigen meine persönliche Meinung und nicht die der Radio Runde Hamm e.V.

    Gruß
    Volker

  3. Heike sagt:

    Plattmachen - dafür sind sie doch mittlerweile bekannt, die Jungs der neuen Landesregierung.
    Egal was sie anpacken, sie hinterlassen überall nur verbrannte Erde - durchaus nicht nur beim Bürgerfunk.
    Sie bedienen halt das Klientel der CDU und dazu gehören auch die Betreiber der Lokalradios, denen die Sendungen des Bürgerfunks schon immer ein Dorn im Auge waren.
    Die nächste Wahl kommt! Laßt Kreuzchen sprechen und zwar richtig.

  4. Jürgen Knorr sagt:

    Also, man will Medienkompetenz, aber für lau bzw. nur für Projekte. Warum Herr Dr.Brinkmeier unterziehen wir uns (die 20 Radiowerkstätten im Pilotprojekt) diesem aufwändigen QBM -Zertifizierungsspektakel? Sie geben uns dann den Führerschein oder auch nicht,aber lassen uns nicht fahren. Oder nur nachts,dann wenn ja sowieso keiner mehr auf der Strasse ist. Warum brechen Sie das Versprechen Ihres Fraktionsvorsitzenden Helmut Stahl, der doch unisono mit der FDP behauptete, man wolle sich mit allen Beteiligten an den Tisch setzen um ggf. über Wünsche und Änderungen zu reden. Ja, Sie reden. Aber nur Sie und lassen uns zuhören wie Sie etwas regeln was nicht mehr rückholbar ist. Seien Sie doch ehrlich an der Stelle, Sie wollen doch in Wirklichkeit den Bürgerfunk per Gesetz langsam aber effektiv auf Sicht ganz zum Schweigen bringen. Genau das wollen Sie, kleiden aber alles in wohlgesetzte Worte. Danke lieber Jürgen,dass Du so sachlich geblieben bist.

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